Radrennen Eschborn-Frankfurt-Rund

um den Finanzplatz

 

Vor ein paar Wochen hatte mich mein Kumpel Christoph gefragt, ob ich Lust hätte am 1.Mai beim Radrennen mit zu fahren.

Christoph und ich werden beim 24h Radrennen am Nürburgring im Rahmen von 24hforlife im 4er Team fahren.

Wir wollten bei der Skoda Velo in Eschborn/Frankfurt zusammen die 110km radeln.

Leider verletzte sich Christoph 2 Wochen vorher, und es war fraglich ob er er überhaupt starten konnte.

Zum Glück ging es ihm besser und wir konnten das Rennen beide gemeinsam in Angriff nehmen.

Ich wollte die 110km Strecke radeln, Christoph aufgrund seiner verletzungsbedingten Rippen-/Atemschmerzen die 50km Strecke.Man konnte dieses Jahr das erstmal während des Rennens entscheiden, welche Strecke man fahren wollte.

Einen Tag vorher holten wir zusammen unsere Startunterlagen in Hofheim ab.Dann besprachen wir noch unseren „Schlachtplan“ fürs Rennen.Am Abend ging ich dann recht früh ins Bett, konnte aber

wegen der Aufregung nur sehr schlecht schlafen. Morgens um 6Uhr war dann die Nacht zu Ende.

Schnell gefrühstückt, rein in die Radklamotten und dann fuhr ich nach Eschborn zum Start zum Treffpunkt.

Dort konnten wir uns noch kurz im Skoda VIP Zelt aufhalten und dann ging auch schon zur Startaufstellung los.

Der Start verlief problemlos und meine Angst, man könne sich gegenseitig umrempeln hatte sich nicht

bestätigt. Die ersten 1.30h konnten wir super im Windschatten in einer Gruppe fahren und sind „geflogen“.

Dann trennten sich unsere Wege und ich radelte hoch zum Feldberg. Ab diesem Zeitpunkt

fing es ganz leicht an zu regnen. Der Regen wurde immer stärker und oben angekommen schüttete

es in Strömen-bei 4°C Temperatur, so dass fast alle Radfahrer kurz pausierten um sich schnell die Regenjacke an-und Radbrille auszuziehen.

 

Die Abfahrt war dann furchtbar.

Der Regen peitschte mir ins Gesicht und in die Augen, die Straße war nass und glatt wie Schmierseife.

Die Hände und Finger fühlten sich an, als wären sie im Eisblock-das Bewegen in den durchnässten Handschuhen war fast unmöglich. Bremsen konnte ich nur noch bedingt, Schalten ging kaum

noch. Deshalb hatte ich mich dazu entschieden „nur" die 80km-Strecke zu fahren und wollte einfach nur noch finishen.

Es fühlte sich an wie eine halbe Ewigkeit bis zum Ziel. Zum Glück war mein Trainingspartner

Bodo dann noch auf dem Rest der Strecke da und ist mit mir geradelt - er ist auch Teammitglied in meinem 4er Team für 24hforlife. Eigentlich war er nur zum Anfeuern an die Strecke geradelt, aber nachdem er gesehen hatte wie schlecht es mir ging hat er mich dann in seinem Windschatten bis ins Ziel “gezogen“.

Den letzten Streckenabschnitt sind wir mit ganzer Kraft geradelt, so schnell wie es noch irgendwie ging und bei der Nässe und Kälte noch möglich war. Völlig durchnässt, durchgefroren, zitternd und zähneklappernd war ich dann aber doch stolz als ich die Finishermedaille bekam.

 

Christoph ist die letzten die letzten 12km nach unserer Streckentrennung noch ordentlich im Wind

gefahren, hatte aber immerhin noch einen fast 35er Schnitt gehabt und einen hervorragenden 7.Platz in seiner

Altersklasse belegt (von 53). Meine Zeit: 80km-02:54h-Gesamtplatz:55 AK-Platz14

Insgesamt war es trotzdem schön dabei zu sein und wir drei nutzten es als Vorbereitung für das Rennen in unserem 4er Team beim 24h Rennen am Nürburgring. Denn wir wollen ja unser Projekt 24forlife tatkräftig und

mit Kondition und trainierten Beinen unterstützen!

 

Wir alle haben schon mal enormen Teamgeist gezeigt :-)